40 Jahre Innovation. 20 Jahre Racing.
Am 17. Juni 1986 gründeten Gary Chen, Leo Chen und Aver Tsai TEKTRO im taiwanischen Changhua. Los ging’s mit gerade einmal 20 Mitarbeitenden in einer Halle von der Größe eines Basketballfeldes und der Produktion von Cantilever-Bremsen. Was als reine Bremsenschmiede begann, hat sich über vier Jahrzehnte zu einem globalen Komponentenhersteller für Bremssysteme, Antriebe und integrierte Technologien entwickelt.
Getrieben wurde diese Evolution von einer Kombination aus Fertigungskompetenz, Engineering, Innovation und kompromisslosem Racing. Von BMX- und Cyclocross-Weltmeisterschaften bis hin zu Weltcup-Siegen in Downhill, Enduro und Cross-Country (XC) – das Renngeschehen wurde zum ultimativen Härtetest für die Technologie von TRP.
Im Jahr 2026 feiern wir zwei große Meilensteine: 40 Jahre TEKTRO und 20 Jahre TRP.
1986 - 1996
Das Fundament wird gelegt
17. Juni 1986 — TEKTRO wird gegründet.
TEKTRO startete in Changhua (Taiwan) mit klarem Fokus auf Fahrrad-Bremssysteme. Mit einem Team von nur 20 Leuten lag die Kapazität der ersten Fabrik bei rund 50.000 Cantilever-Bremsen pro Monat. Im ersten Jahrzehnt ging es vor allem darum, ein solides Fundament zu bauen: Fertigungs-Know-how entwickeln, Bremsdesigns verfeinern und die Produktionskapazitäten aufbauen, um konstant verlässliche Bike-Komponenten abzuliefern.
Mit der technischen Evolution der Bikes entwickelte sich auch TEKTRO weiter. In diesen frühen Jahren entstand das, was bis heute im Zentrum des Unternehmens steht: die Fähigkeit, eigene Produkte im Haus zu designen, zu entwickeln, zu fertigen, zu testen und kontinuierlich zu verbessern.
Das Fundament stand. Das nächste Jahrzehnt sollte rasante Veränderungen bringen – sowohl für TEKTRO als auch für die gesamte Bike-Branche.
1996- 2006
Eine Bike-Branche im Umbruch
Der Weg yu TRP
Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre erlebte der Radsport einen gewaltigen technologischen Wandel. Das Mountainbiken entwickelte sich rasant weiter: Mehr Federweg, schnellere und potentere Bikes – und Scheibenbremsen begannen, die Erwartungen an Bremskraft, Dosierbarkeit und Standfestigkeit neu zu definieren. TEKTRO ging diesen Wandel voll mit.
1999 brachte TEKTRO mit der Gemini seine erste hydraulische Scheibenbremse auf den Markt – ein entscheidender Schritt hin zu der Bremstechnologie, die für die Zukunft des Unternehmens zentral werden sollte. Auch die Fertigung wuchs: TEKTRO eröffnete 2000 ein Werk in Shenzhen und 2002 eine weitere Produktionsstätte in Wuxi, während die Kapazitäten in Taiwan ständig ausgebaut wurden. Produkte wie der M920-Bremssattel und der BX4-Bremshebel spiegelten die Weiterentwicklung dieser Ära wider, während fast zwei Jahrzehnte Bremsenherstellung das nötige Engineering-Wissen für den nächsten großen Schritt lieferten.
Bis 2006 hatte TEKTRO 20 Jahre lang gelernt, wie man bessere Bremsen baut. Jetzt war es an der Zeit herauszufinden, wie weit man das Limit verschieben konnte.
2006–2016
Die Geburt von TRP
June 20, 2006 — TRP (Tektro Racing Products) is launched.
20.Juni 2006 — TRP (Tektro Racing Products) wird gelauncht.
TRP wurde als High-Performance-Marke von TEKTRO ins Leben gerufen, um jahrzehntelange Erfahrung aus Fertigung und Engineering direkt im Rennsport einzusetzen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren, Pro-Athleten und Teams wurde zu einem zentralen Baustein des TRP-Entwicklungsprozesses. Racing stand von Anfang an im Mittelpunkt dieser Mission.
BMX und die olympische Bühne
BMX wurde schnell zu einem wichtigen Bestandteil des frühen Racing-Programms von TRP. 2008 gewann Donny Robinson den UCI BMX Supercross World Cup und vertrat die USA bei den Olympischen Sommerspielen in Peking, wo BMX sein olympisches Debüt feierte. Nur zwei Jahre nach dem Start von TRP wurden die Produkte bereits auf einer der größten Sportbühnen der Welt auf Herz und Nieren getestet.
Cyclocross-Weltmeisterschaften
Auch Cyclocross wurde zu einem entscheidenden Testfeld. Schlamm, Sand, Kälte und ständig wechselnde Streckenbedingungen stellten extreme Anforderungen an die Bremssysteme und boten den TRP-Ingenieuren ein weiteres anspruchsvolles Umfeld für die Produktentwicklung.
2009 holte Marianne Vos auf TRP-Material den UCI Cyclocross-Weltmeistertitel. Drei Jahre später sicherte sich Niels Albert die Cyclocross-WM 2012 und fügte der wachsenden Rennsporthistorie von TRP ein weiteres Regenbogen-Trikot hinzu.
Das Fundament wächst weiter
Auch hinter den Kulissen baute TEKTRO seine Präsenz weiter aus. 2009 ging ein neues Werk in Changhua an den Start, gefolgt von der Eröffnung eines R&D-Zentrums in Taichung im Jahr 2015. Zum 10-jährigen Jubiläum von TRP war die Marke bereits bei Olympia vertreten, hatte Weltmeistertitel eingefahren und sich über mehrere Disziplinen hinweg etabliert.
Doch 2016 sollte der Beginn eines völlig neuen Kapitels werden.
2016-2026
Ein Jahrzehnt im Zeichen des Racings
Aaron Gwin und der Start der G-Spec-Ära
2016 nahm TRP Aaron Gwin unter Vertrag – den damaligen Weltranglistenersten im Downhill. Die Zusammenarbeit ging weit über ein klassisches Sponsoring hinaus: Gwin klinkte sich direkt in die Produktentwicklung ein und lieferte den TRP-Ingenieuren Feedback von einem der schnellsten und erfolgreichsten Downhill-Racer der Welt. Diese Kooperation brachte die G-Spec-Serie hervor – High-Performance-Produkte, entwickelt mit direktem Input von Profi-Racern für die extremen Anforderungen des World Cups.
Der Impact war sofort spürbar: Gwin gewann den UCI Downhill Gesamtweltcup 2016 und bescherte TRP den ersten Gesamtweltcup-Titel im Downhill überhaupt.
Und er legte direkt nach: 2017 sicherte sich Gwin einen weiteren Gesamtweltcup-Titel im Downhill und verankerte TRP endgültig an der Spitze des Gravity-Rennsports. Im Zentrum dieser Ära stand eines der wichtigsten Produkte der TRP-Geschichte: die G-Spec Quadiem. Die Vierkolben-Gravity-Bremse feierte bei Downhill- und Enduro-Ridern enorme Erfolge und machte TRP bei einer völlig neuen Generation von Bikerinnen und Bikern bekannt. Die Quadiem verhalf der Marke zu der leidenschaftlichen Fanbase, die TRP bis heute begleitet.
Von der Quadiem zur G-Spec DH
Das World-Cup-Racing zeigte aber auch neue Stellschrauben auf: Mehr Bremskraft, besseres Hitzemanagement, verfeinerte Ergonomie und noch mehr Konstanz auf immer schnelleren Bikes und anspruchsvolleren Tracks. 2018 trieb die G-Spec DH die Evolution der Gravity-Plattform weiter voran. Im selben Jahr siegte Gwin beim World-Cup-Auftakt im kroatischen Lošinj und fügte der World-Cup-Bilanz von TRP einen weiteren Sieg hinzu. Bis 2019 schritt die Entwicklung zur G-Spec DH-R voran und legte den Grundstein für die nächste Generation von TRP-Gravity-Bremsen.
Doch intern braute sich bei TRP noch etwas Großes zusammen: Nach mehr als drei Jahrzehnten mit Hauptfokus auf Bremsen bereitete sich das Unternehmen darauf vor, eine komplett neue Kategorie zu betreten.

DH7 / TR12
Mehr als nur Bremsen
Zwei Jahre lang erforschten die TRP-Ingenieure Antriebstechnologien und entwickelten neue Konzepte, Patente und Schutzrechte, bevor sie 2019 mit dem DH7 und dem TR12 offiziell im Drivetrain-Segment durchstarteten. Der Launch markierte einen riesigen Schritt über die reine Bremstechnik hinaus und schlug ein neues Kapitel für TRP auf.
Speziell für die harten Anforderungen des Mountainbikens entwickelt, führte der DH7-Antrieb den Hall Lock ein – entwickelt in Zusammenarbeit mit Aaron Gwins langjährigem Chefmechaniker John Hall und Neko Mulally. Das System stabilisiert das Schaltwerk an der Befestigungsschraube, reduziert unerwünschtes Ketten- und Schaltwerksflattern und sorgt für einen Antrieb, der den Belastungen im Downhill-Rennsport standhält und gleichzeitig einer der leisesten am Markt ist.
DH-R EVO: Ein neuer Standard für Gravity
Die Story der DH-R EVO begann 2018, als Neko Mulally eine 2,3 mm dicke TEKTRO-Bremsscheibe entdeckte, die eigentlich für E-MTB-Anwendungen entwickelt worden war, und fragte, ob er sie auf seinem Downhill-Bike testen könne. Der dickere Rotor war für das höhere Gewicht und die erhöhten Bremsanforderungen von E-Bikes ausgelegt, aber Neko sah riesiges Potenzial für dieselbe Technologie im Downhill. Tests zeigten deutliche Vorteile beim Hitzemanagement, der Steifigkeit und der Dosierbarkeit unter den extremen Belastungen im Weltcup.
In enger Zusammenarbeit mit Neko, Aaron Gwin sowie weiteren Athleten und Mechanikern verfeinerte TRP das Konzept weiter. Jahrelange Erfahrungen aus Quadiem, G-Spec Quadiem und dem World Cup flossen zusammen, während die Ingenieure nach noch mehr Power, besserem Wärmemanagement und absoluter Standfestigkeit für immer schnellere und potentere Gravity-Bikes strebten.
2020 stellte TRP die DH-R EVO und ihr 2,3-mm-Rotorsystem vor – eine massive Evolution der firmeneigenen Gravity-Technologie. Entwickelt für die harten Anforderungen im Downhill- und Enduro-Racing, legte die DHR-EVO das Fundament für die nächste Generation von TRP-Gravity-Bremsen und die darauffolgenden EVO-Plattformen.
Mehr Rider. Mehr Siege.
Die EVO-Ära
Die EVO-Ära führte die Bremsen-entwicklung von TRP in einer neuen Generation von High-Performance-Komponenten zusammen. Auf der Antriebsseite brachten EVO 7 den einstellbaren Hall Lock, die Instant Silent Clutch, den Cage Release und den Shift Mode Switch – für leisere, präzisere und noch verlässlichere Schaltvorgänge von Gravity-Racing bis Trailriding.
Bei den Bremsen folgte mit der EVO PRO der nächste große Schritt: Sie kombinierte die Power und das Hitzemanagement der DHR-EVO mit einem neuen Geberzylinder inklusive werkzeugloser Griffweiten- und Druckpunkteinstellung (Reach & Pad Contact). Später wurde die Plattform durch EVO Expert und EVO Comp erweitert, um dieselbe Bremskraft über ein breiteres Line-up mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten anzubieten. Zudem entwickelte TRP den RS05E 2,3-mm-Rotor, der als Teil des Gesamtsystems die Bremsperformance um bis zu 10 % steigert.
Zusammen steht die EVO-Generation für das Ergebnis aus vier Jahrzehnten Entwicklung – Bremsen, Scheiben und Antriebe, entwickelt als aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem und auf den Rennstrecken der Welt ständig verfeinert.
2026: 40 Jahre TEKTRO. 20 Jahre TRP.
2026 feiert TEKTRO 40-jähriges und TRP 20-jähriges Jubiläum – und das nicht nur mit einem Blick zurück, sondern mit einem der vielseitigsten und erfolgreichsten Racing-Programme der Firmengeschichte.
TRP setzte ein dickes Ausrufezeichen im Downhill als Titelsponsor von Frameworks Racing / TRP. Zusammen mit TRP-Langzeit-Athlet Aaron Gwin greifen Asa Vermette und Anna Newkirk unter der Frameworks-Flagge an. Diese Partnerschaft baut auf der erneuerten Entwicklungszusammenarbeit mit Neko Mulally und dem Frameworks-Programm auf, die 2024 nach einigen Jahren Pause neu entfacht wurde. Das stärkt die direkte Verbindung zwischen World-Cup-Racing, Fahrer-Feedback und Produktentwicklung.
Die Ergebnisse lieferten prompt ab: Asa Vermette siegte direkt bei seinem Elite-World-Cup-Debüt in Südkorea und legte einen weiteren Sieg bei Red Bull Hardline Tasmanien nach. Anna Newkirk holte in Lenzerheide ihren ersten Elite-Weltcupsieg und beendete eine 23-jährige Durststrecke für US-Frauen auf Elite-Ebene. Auch abseits vom Downhill war TRP auf Erfolgskurs: Mathis Azzaro feierte zwei Cross-Country-Weltcupsiege, Martina Berta legte im XC nach und Tristan Botteram holte einen Enduro-Weltcupsieg – damit steht TRP im Downhill, Cross-Country und Enduro ganz oben.
Downhill. Cross-Country. Enduro. Unterschiedliche Rider, verschiedene Bikes, individuelle Ansprüche – aber eine gemeinsame Entwicklungsphilosophie. Vierzig Jahre nach den Anfängen von TEKTRO und zwanzig Jahre nach der Gründung von TRP bleibt Racing der wichtigste Härtetest. Er verbindet vier Jahrzehnte Engineering und Fertigung mit den Athletinnen und Athleten, die das Limit immer weiter verschieben.









